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Stand:
01. Oktober 2009
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Chor-Marathon in breiter
Stilvielfalt
KANDERN. Mit einem umfangreichen und
stilistisch vielgestaltigen Liederabend von beachtlichem Unterhaltungswert
erfreuten die Chöre des Kanderner Männergesangvereins beim Jahreskonzert am
Samstagabend in der voll besetzten evangelischen Stadtkirche ihr großes
Publikum.
Dabei präsentierte sich Jürgen E. Wolff, der neue Dirigent von Männer- und
Frauenchor, gleich vierfach als musikalisches Multitalent. Außer als Dirigent
profilierte er sich als Arrangeur mehrerer Vorträge, als Komponist des mit
veritablen Schlagerqualitäten versehenen Schlusslieds "Gib alles!" und auch als
stimmkräftiger Bass-Solist. Dies zunächst gemeinsam mit der versierten
Begleitpianistin Susanne Hagen in Elli Michlers beliebtem Song "Ich wünsch’ dir
Zeit", später im Verbund mit dem Frauenchor im Kirchenlied "Danke für diesen
Morgen" von Martin G. Schneider.
Im Auftaktteil beeindruckte der Männerchor mit der klangsinnlich vorgetragenen
Taizé-Hymne "Laudate omnes gentes" von Jacques Berthier, ferner mit "Nimm dir
Zeit" von Peter Kraus, der elegischen russische Weise "Für viele Jahre" und der
feierlichen Ode "Signore delle cime" von Giuseppe de Marzi, bei deren Wiedergabe
die Sänger vor allem in den Piano-Passagen melodische Anmut entfalteten. Das
Song-Arrangement "In mir klingt ein Lied" nach Chopins E-Dur-Klavieretüde,
Amanda Mc Brooms Elegie "Die Rose" und die nordische Ballade "Landerkennung" von
Edvard Grieg rundeten diesen Liedblock ab, bei dem auch Hans Lacoste als
Tenorsolist gefiel.
Mit melodisch fein austariertem Gesang erfreute der Frauenchor mit Robert
Schumanns "Frühlingsgruß", den italienischen Volksweisen "Ma come balli bene
bimba" und "Tiri tomba", dem Song "Can’t help fallin in love", dem Elvis-Hit
"Love me tender" und dem Spiritual "He’s got the whole world". Erfrischend
temperamentvoll setzte danach der Jazzchor (Leitung: Dzoalita Beck) das Programm
mit Uli Fuehres "Aufforderung zum Singen", dem Thomas-Morley-Madrigal "Nun
strahlt der Mai…", der Howard-Greenfield-Ballade "Crying in the rain", dem
Billy-Joel-Song "For the longest time" und der rhythmisch pointierten
Vilancico-Weise "Un poquito cantas" fort.
Den Finalteil bestritt zunächst der Männerchor mit der "Exodus"-Hymne von Ernest
Gold, dem Schlager "Ein Lied zieht hinaus" von Horst Nussbaum alias Jack White,
dem pfiffigen Couplet "Der Fahrstuhl nach oben" von Peter Laine sowie dem
berückenden "Abendfrieden" von Hildegard Eckhardt und dann gemeinsam mit dem
Frauenchor mit Wolffs "Gib alles!" und der zum Mitklatschen ermunternden Zugabe
"Kumbaya Mylord".
Autor: Walter Bronner
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