1951 bis heute

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Stand:
01. Mai 2008

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1951 erregten die Kanderner Turnerinnen Aufsehen beim Landesturnfest in Offenburg mit ihrer "vorzüglich" bewerteten Reifengymnastik.

1952 leitete Bertl Wenniger die Geschicke des Vereins, zweiter Vorsitzender war Friseurmeister Richard Wagner.

1953 am 8. Februar fand in der Kanderner "Krone" in der Gautag statt. In diesem Jahr beteiligten sich vierzehn Mitglieder am Deutschen Turnfest in Hamburg , Vreni Riedacher und Ursel Hakejos wurden Kranzsieger. - Im gleichen Jahr machte sich der Kraftsportverein wieder selbstständig. - Die erste Tischtennismannschaft des Turnvereins wurde ungeschlagener Oberrheinmeister der Bezirksliga. Am 7. Juni fand erstmals in Kandern ein landesoffenes Turnier um den Wanderpokal der Stadt Kandern statt. Für die neue Tischtennis-Spielsaison wurden zwei Herren- und eine Damenmannschaft gestellt. Eine Mannschaft wurde Sieger in der Bezirkliga und damit berechtigt zum Aufstieg in die Landesliga. Bei den Bezirksmeisterschaften belegte Ursula Schelz den ersten Platz und Marianne Hakenjos wurde bei den Jugendeinzelmeisterschaften der Mädchen ebenfalls Erste.

1954 wurde das 110-jährige Jubiläum gefeiert und das Protokoll berichtet vom Samstag "Teilnahme der Bevölkerung gut, Wetter dto. Am Sonntagmorgen beteiligten sich 120 Turner und Turnerrinnen an den Wettkämpfen, glatter Verlauf, gute Ergebnisse. Aber Nachmittags Festzug und großartig geplante Schauvorführung total verregnet. Ausklang und finanzieller Erfolg sowie die propagandistische Wirkung dadurch stark beeinträchtigt."

1955 wurde initiiert von den Jugend- und Kinderturnwartin Ursel Hakenjos, erstmals die viele Jahre beliebte "Närrische Turnstunde" in der Turnhalle veranstaltet, die guten Anklang fand. Im selben Jahr wurde Vreni Riedacher in die Gauriege und Landesriege A und Liesel Miloch in die Landesriege B eingereiht. In diesem Jahr ging auch Hellmut Müller als Sieger in die Klasse A und B in Müllheim bei den Kreismeisterschaften im Tischtennis hervor.

1956 übernahm Hans Güdemann als Stellvertreter die Vereinsführung. Die im Vorjahr begonnene Planung des Turnhallenbaues wurde in Angriff genommen. Das Protokoll berichtet, dass Bürgermeister Stump sowie der Stadtrat das Vorhaben gutheißen. Stadtrat Emil Schmiederer erklärte sich bereit, das Holz für den Dachstuhl zu spenden. Außerdem wurden weitere wertvolle Materialspenden dankbar angenommen. Bei den Umbauarbeiten wurde der Turnverein von anderen Vereinen, vor allem Harmonika-Orchester und vom Kraftsportverein, tatkräftig unterstützt. Diese Vereine benutzen auch den Platz neben der Halle, welcher inzwischen nach einem Turnratsbeschluss gekauft worden war, für ihre sommerlichen Veranstaltungen in den Folgejahren. - Ende des Jahres musste sich der Turnverein entschließen, die Halle mit Platz an die Stadt zu verkaufen. Ein weiterer Rückschlag für den Verein bedeutete der Umzug der Frauenturnwartin Rosel Erbacher nach Gernsbach.

1957 leitete Emil Scherr und Hermann Wagner den Verein.

1958 wurde die seit neun Jahren bestehende Leichathletikabteilung aufgelöst. - Im selben Jahr nahmen sechs Turner und Turnerinnen am Deutschen Turnfest in München teil.

1959 waren Hans Schubert erster und Hermann Wagner zweiter Vorsitzender. Anlässlich des 115-jährigen Bestehens wurde am 5. und 6. September unter Mitwirkung des Turnvereins Gernsbach die neu angeschaffte Vereinsfahne festlich eingeweiht und mit einem Umzug durch die Stadt gefeiert. Gleichzeitig wurde der TV Gernsbach Patenverein.

1960 wurde Emil Scherr erster Vorstand, Hans Wagner zweiter Vorsitzender. In dieser Jahreshauptversammlung wurde Ehrenmitglied Adolf Hanser zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

1962 wurde das Frauenturnen neu eingeführt und erfreut sich seitdem grosser Beliebtheit.

1963 übernahm Hans Schubert den zweiten Vorsitz. - Unter großer Beteiligung von Jung und Alt wurde, wie schon in den Jahren zuvor, die Götzwanderung durchgeführt.

1964 wurde Hartmut Bischoff zum ersten Vorsitzenden gewählt. Im Juni trafen sich je eine Kommission des TV Kandern und des Kraftsportvereins zu einer Besprechung zwecks eines eventuellen Zusammenschlusses. Im Juli wurde der Zusammenschluss beider Vereine in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung verwirklicht. Der Verein führt künftig die Bezeichnung "Turn- und Sportverein 1844 e.V.". Der neue geschäftsführende Vorstand setzte sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Hartmut Bischoff, 2. Vorsitzender Alfred Richter, Kassenverwalter Hans Grüber, Schriftführer Renate Meyer. - Im September schloss sich der Tischtennis-Club dem TSV an.

1965 im Februar wurde die neu ausgearbeitete Satzung beschlossen. Die Neuwahlen ergaben als neue Vorstandschaft: Präsident und 1. Vorsitzender Hartmut Bischoff, zweiter Vorsitzender Alfred Richter, Kassenverwalter Hans Grüber, als Schriftführerin Renate Meyer, Abteilungsleiter Turnen Helmut Eichin, Kraftsport Erwald Wegmeyer, Tischtennis Paul Scholz, Schwimmen Emil Scherr. - Im Juni wurde mit Absprache des Fußball-Clubs die Schwimmabteilung aufgelöst, da bei den Fußballern eine ebensolche existent war. - Im gleichen Monat zog der erste Vorsitzende Hartmut Bischoff aus beruflichen Gründen nach Bayern und Alfred Richter leitete den Verein bis zur fälligen Generalversammlung.

1966 wurde Rainer Bissinger zum 1. Vorsitzenden gewählt, Stellvertreter Alfred Richter, Präsident wurde Hartmut Bischoff. - Im selben Jahr wurden die von Mitglied Architekt Hermann Wagner angefertigten Pläne und Kostenvoranschläge zu einem Hallenbau an die Stadt geschickt. Durch den plötzlichen Tod von Bürgermeister Friedrich Kiefer, der gleichzeitig Beisitzer im TSV-Vorstand war, konnte die Angelegenheit zu keinem Abschluss kommen. Die selben Unterlagen wurden im darauf folgenden Jahr der Stadt nochmals unterbreitet. - Zum Jahreswechsel wurde erstmals im Ochsensaal ein Silvesterball abgehalten, der auch in den Folgejahren Bestand hatte.

1967 in der Jahreshauptversammlung gab es keine personellen Veränderungen, lediglich Walter Homberger löste Helmut Eichin als Turnabteilungsleiter ab. Seit seiner Jugend war Helmut Eichin aktiver Turner und als Turnwart, Oberturnwart und Abteilungsleiter allen Turnern stets ein Vorbild. - Am Landesturnfest in Lörrach beteiligten sich Marianne Würslin, Ingrid Fischer und Bärbel Wagner sowie Hanspeter Horlemann.

1968im Mai verstarb das Ehrenmitglied Herrmann Glöckner, im August Ehrenvorsitzender Adolf Hanser, der große Verdienste um den Verein erworben hatte. - Zwischen Bürgermeister Otto Rausch und Präsident Hartmut Bischoff wurde ein Vorvertrag mit der Stadt für einen eventuellen Hallenbau ausgearbeitet und nach einem Gemeinderatsbeschluss im Juli untergezeichnet. - Am Deutschen Turnfest in Berlin beteiligten sich 14 aktive Turner und Turnerinnen.

1969 Das Jahr des 125-jährigen Jubiläums begann mit der Feststellung, dass in all den Jahren das große Problem einer neuen Turnhalle bzw. Mehrzweckhalle nicht gelöst werden konnte. In den letzten fünf Jahren waren Sportgeräte für alle Abteilungen im Wert von 10.000 Mark angeschafft worden, die wegen des Platzmangels in der Turnhalle am Papierweg sehr leiden. Die Zahl der Mitglieder im Jubiläumsjahr beträgt über 300. - 70 Teilnehmer an der Götzwanderung waren beachtlich. - Das 125-jährige Bestehen wurde vom 4. bis 7. Juli auf dem Turnplatz gefeiert. Die Turner und Turnerinnen boten ein reichhaltiges Programm, unterstützt von der Gau-Kunstturnriege und der Gymnastikgruppe von Rosel Erbacher aus Gernsbach. Ebenfalls guten Anklang fand die Frauenriege unter Leitung von Margarete Scherr mit einer Keulenübung, sowie Hanspeter Horlemann und Kurt Reichert als Clown-Akrobaten. - Sechs Aktive und ein Kampfrichter nahmen am Dachsbergturnfest teil. Hanspeter Horlemann belegte erste Plätze im Kugelstossen und Steinwerfen beim Werfertag in Inzlingen.

1970 in der Generalversammlung überreichte Gaupressewart Hans-Rudolf Müller dem Verein den Walter-Kolb-Schild des Deutschen Turner Bundes, was eigentlich beim 125-jährigen Jubiläum hätte erfolgen sollen. - Im Sommer wurde wieder das Sommernachtsfest durchgeführt.

1971 wurde als Nachfolger von Walteer Homberger am 27. Januar Siegfried Ehinger zum Abteilungsleiter gewählt. Götzwanderung, Volksturntag mit Trimmspielen und Volkswanderung, Kinderturnfest in Lörrach, eigenes Sommernachtsfest und Nikolausfeier wurden absolviert. Ab 22. November konnte die neue Sporthalle beim Schulzentrum auf der Staig benutzt werden. Endlich war die Not mit dem Übungsraum zu Ende.

1972 am 16. April wurde der 1. Volkslauf in Kandern durchgeführt, an dem sich 200 Läufer und 250 Wanderer beteiligten. Start und Ziel war beim Schwimmbad. - Als Volkslauf hat sich fortan Walter Roths stark engagiert. Bis zu 60 Mitglieder beteiligten sich in diesem Jahr an sechs Volksläufen und Volkswanderungen in der Schweiz, in Baden und in der Schweiz, in Baden und in Württemberg. Am eigenen Volkswandertag im Herbst wurden 85 Teilnehmer gezählt.

1973 wurde erstmals in Kandern ein Budenfest durchgeführt, Veranstalter waren neben den Turnern die Ringer, Brezele-Buebe, Harmonika-Orchester, Männergesangsverein, Feuerwehr, Kleintierzüchter, Hochtouristen, Motor-Sport-Club und Arbeiterwohlfahrt. In 250 Arbeitsstunden wurde nach dem Plan von Klaus Röder eine "Turnerlaube" gezimmert, in welcher Bayrische Spezialitäten angeboten wurden. - Auf sportlichem Sektor waren die Beteiligung am Deutschen Turnfest in Stuttgart mit 11 Teilnehmern, und am Kinderturnfest in Wehr herausragende Ereignisse. Die Läufer nahmen an 18 Volks- und zwei Marathonläufen im In- und Ausland teil.

1974 beteiligten sich zwölf Mitglieder am Badischen Landesturnfest in Offenburg. Mit einem dritten Platz im Jahn-Neunkampf qualifizierte sich Hanspeter Horlemann für die deutsche Meisterschaft. Am 3. Kanderner Volkslauf mit Volksgehen und Volkswandern waren über 500 Teilnehmer zu verzeichnen. Die TSV-Läufer nahmen in diesem Jahr an 27 Veranstaltungen teil. Am Marathonlauf in Athen belegten Walter Roths, Antonios Tsalouchidis und Rolf Waskönig hervorragende Plätze.

1975 Götzwanderung, Volkslauf, Budenfest und Abschlussturnen waren die eigenen Veranstaltungen des Jahres. An vier Turnfesten und 22 Volks- bzw. Langläufen waren TSV-Sportler vertreten.

1976 nahmen 18 Mitglieder am Holmenknollen-Marathon bei Oslo in Norwegen teil.

1977 beteiligten sich am Badischen Landesturnfest in Weinheim lediglich vier Mitglieder. Hans Horlemann wurde mit bester Teilnehmer aus dem Markgräfler Hochrhein-Turngau mit einem 16. Platz. Die Läufer hatten mit Rolf Waskönig ihren eifrigsten Sportler, der an 23 Veranstaltungen, davon fünf Marathonläufen teilnahm und in Riehen den Marathon-Vereinsrekord mit 3 Stunden, 22 Minuten und 52 Sekunden aufstellte.

1978 beim deutschen Turnfest in Hannover erkämpften sich Hanspeter Horlemann, Ingo Benz und Karin Sütterlin das Mehrkampfabzeichen in Gold. Die Volksläufer Rainer Bissinger, Richard Wagner, Walter Roths, Bernd Feldheim und Rolf Wasenkönig nahmen am Lauf in San Francisco teil.

1979 wurde nach dreijähriger Unterbrechung wieder ein Volkslauf veranstaltet, an welchem 145 Läufer und 75 Wanderer teilnahmen. Man bemängelte, dass sich kaum Kanderner Bürger beteiligten.

1980 nahmen am 6. Internationalen Kandertäler Volkslauf 210 Läufer und 110 Wanderer teil. Im Juli wurden erstmals Leichtathletik-Stadtmeisterschaften veranstaltet. Am Badischen Landesturnfest in Lahr nahmen 21 Wettkämpfer aus Kandern teil. An insgesamt zehn Turn- und Leichtathletikveranstaltungen auswärts wurde teilgenommen.

1981am 13. März übernahm Hanspeter Eichin den Vorsitz der Turnabteilung, Harry Christofzick wurde Stellvertreter, Hansjörg Knoll neuer Kassenwart, Inge Lohse Schriftführerin, Helmut Eichin Oberturnwart. Der bisherige Abteilungsleiter Siegfried Ehinger, der über viele Jahre mehrere Ämter vereinte und zusammen mit seiner Frau Christine Ehinger die Geschicke der Abteilung maßgeblich leitete und gestaltet hat, ist nach Lörrach verzogen. - Auf Initiative von Walter Roths wurde die Fasnachtsclique "Wolfschluchtgeister" gegründet und nahm fortan am Kanderner Fasnachtsumzug teil. - Der siebte Volkslauf ließ bezüglich der Teilnehmerzahl Wünsche offen, so dass man beschloss, diese Veranstaltung künftig nicht mehr durchzuführen.

1982 beteiligten sich zum zweiten Mal Turnerinnen und Turner als "Wolfschluchtgeister" am Fasnachtsumzug. - In der Generalversammlung wurde Siegfried Ehinger zum Turnwart gewählt. Die Einrichtung eines Vereinsraumes in der alten Schule wurde in Erwägung gezogen.

1983 übernahm Harry Christofzick die Leitung der Turnabteilung, Hanspeter Eichin und Ilse Harter wurden Stellvertreter. Den Jahresablauf bestimmten der Fasnachtsumzug, Götzwanderung, Gau-Alterstreffen in Hüsingen, Budenfest-Helferessen, Gauturnfest in Weil, Gau-Kindertreffen in Schopfheim, Teilnahme am Böscherzen, Dachsberg-Turnfest, Budenfest, Nikolausfeier. - Beim Deutschen Turnfest in Frankfurt war Hanspeter Horlemann einziger TSV-Vertreter und gleichzeitig Fahnenträger - An den Leichtathletik-Stadtmeisterschaften beteiligten sich 70 Sportler. - Am 19. August wurde der Ausbau eines verwahrlosten Kellerraumes in der alten Schule begonnen. 23 Helfer leisteten 1084 Arbeitsstunden, den größten Einsatz brachte Helmut Eichin mit 228 Stunden, Hansjörg Knoll mit 165, Hanspeter Eichin mit 152 und Bernd Harter mit 143. Es entstand ein schmucker Vereinsraum.

1984 Margarete Scherr, seit 46 Jahren aktive Turnerin und über Jahrzehnte Turnwartin und Übungsleiterin, sowie Hanspeter Eichin, seit 36 Jahren Aktiver und in verschiedenen Vereinsämtern tätig, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. - Die Jahreshauptversammlung der Turnerabteilung fand erstmals im Vereinskeller in der alten Schule statt. - Am Badischen Landesturnfest in Singen nahmen fünf Mitglieder teil.

1985 erklärte sich in der Hauptversammlung niemand zur Übernahme des Vorsitzes bereit, nachdem Harry Christofzick sein Amt zur Verfügung gestellt hat. Er wird künftig als Gerätewart fungieren. So leiteten die beiden Stellvertreter Hanspeter Eichin und Ilse Harter die Abteilung. Die Veranstaltungen waren sehr umfangreich wie in den Jahren zuvor, bei der Stadtmeisterschaft wurde mit 82 Teilnehmer ein neuer Rekord erzielt. - Beim Gautreffen der Senioren in Weil am Rhein belegte Helmut Eichin den ersten Platz. Erstmals wurde die Sportabzeichen-Aktion durchgeführt, an der 9 Mitglieder teilnahmen.

1986 zählte die Turnabteilung 345 Mitglieder, davon 183 Jugendliche und 9 Ehrenmitglieder sowie acht Übungsleiter. Hanspeter Eichin übernahm wieder den 1. Vorsitz in der Abteilung, Rolf-Dieter Kanmacher wurde zum Pressewart bestimmt.

1987 wurden in der Generalversammlung Heiner Scherer als Stellvertreter des Abteilungsleiters, Hans Peter Brombacher als Schriftführer, Egon Brischle als Jugendleiter neu in die Vorstandschaft gewählt. In diesem Jahr war das Deutsche Turnfest in Berlin absoluter Höhepunkt im Abteilungsgeschehen und für 24 TSV-Mitglieder, davon 12 Jugendliche, ein unvergessliches Erlebnis. Als 80. erzielte Hanspeter Horlemann das beste Turnfest-Ergebnis aller Kanderner. Die mitgebrachte Turnfest-Eiche wurde der Stadt zur Pflanzung übergeben und steht oberhalb des Schulzentrums bei der neuen Sportanlage auf der Staig. - Beim Gauturntreffen älterer Turner in Maulburg und beim Dachsbergturnfest wurde Helmut Eichin einmal mehr Turnfestsieger. - Im November beschloss der Vorstand, künftig auch den Nicht-Lizensierten Übungsleitern eine Vergütung zu zahlen. Die "Geprüften" erhalten künftig sieben, die anderen fünf Mark die Übungsstunde.

1988 Für 40-jährige Mitglieder wurden Helmut Eichin und Hanspeter Eichin geehrt, Margarete Scherr für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit. - Vom 25. bis 29. Mai nahmen 14 Mitglieder am Badischen Turnfest in Rastatt teil. - Neujahrsfrühschoppen, Fasnachtsumzug, Hauptversammlung, Besuch des DTB-Pokals der rhythmischen Sportgymnastik in Karlsruhe, Budefest-Helferessen, Zwiebelewaie-Essen für Vorstandschaft und Übungsleiter, Götzwanderung, Gau-Kindertreffen in Lörrach, Wanderung der Jugendturner, Sportfest in Hägelberg (1. Plätze für Christine Ehinger und Hanspeter Horlemann ), Stadtmeisterschaften Leichtathletik (47 Teilnehmer) und 5000 m-Geländelauf (18 Teilnehmer), Dachsberg-Turnfest (3 Tage in der Turnerlaube), Festakt des Badischen Turnerbundes in Karlsruhe zum 140-jährigen Bestehen, Jahresabschlussturnen mit Nikolausfeier, die monatlichen Kegelabende, diverse Vorstandssitzungen und Arbeitseinsätze bestimmen auch diesen Jahresablauf.

1989 übernahm Heiner Scherer das Amt des 1. Vorsitzenden, Stellvertreter Hanspeter Eichin, weiterhin Kassenwart Hansjörg Knoll, Schriftführer Hans Peter Brombacher, Oberturnwart Helmut Eichin, Turnwart Hanspeter Horlemann, Jugendleiter Karsten Wulf, Leichtathletikwart Siegfried Ehinger, Pressewart Rolf-Dieter Kanmacher, Gerätewart Harry Christofzik, Beisitzer Jens Wulf. Das rotierende System wurde eingeführt. - Am Gauturnfest in Rheinfelden nahmen 14 Mitglieder teil, Helmut Eichin wurde Turnfestsieger, Christine Ehinger Zweite. Auf dem Dachsberg belegten diese beiden erste Plätze. - Die Anschaffung einheitlicher Trainingsanzüge und neuer T-Shirts wurde beschlossen. - Eine Gruppe Jugendlicher formierte sich als Volleyball-Team und erhielt Übungsstunden in der Halle. - An der Sportabzeichenabnahme beteiligten sich 33 Sportler, was Teilnehmerrekord bedeutete. - Am 8. Dezember wurde in einer Außerordentlichen Hauptversammlung eine von Hans Peter Brombacher, Heinrich Scherer und Gerhard Hug erarbeitete neue TSV-Satzung beschlossen, welche als Grundlage für die wirtschaftliche und steuerliche Selbständigkeit der drei Abteilungen notwendig war. Damit wurde auch Klarheit bezüglich der Finanzen des Hauptvereins bzw. Zuweisung der Beitragseinnahmen an die Abteilungen geschaffen, sodass jahrelange Querelen unter den Abteilungen wegen der Finanzen der Vergangenheit angehören. Gleichzeitig traten auch separate Satzungen für die Abteilungen in Kraft.

1990 Die Volleyball unter Leitung von Jörg Echinger zählt jetzt rund 20 Mitglieder. - Die "Wolfschluchtgeister", Fasnachtsclique der Abteilung, hat an den Umzügen in Kandern, Hauingen und Rümmingen teilgenommen. - Regelmäßig wurden von April bis Oktober Übungsstunden in Leichtathletik auf dem Sportplatz in der Au und die Leistungsabnahmen für das Deutsche Sportabzeichen durchgeführt. - Am Deutschen Turnfest in Dortmund/Bochum vom 27. Mai bis 3. Juni nahmen 32 Mitglieder teil. - Trampolinspringer zeigten ihr Können beim ersten Kanderner "Städtlitag", einem Erlebnissamstag, der vom Werbering veranstaltet wurde. - Beim Gautreffen älterer Turner in Weil am Rhein belegten Hans-Dieter Merten, Hanspeter Horlemann und Christine Ehinger erste Plätze. Beim Sportfest in Hägelberg wurden Hanspeter Horlemann, Rainer Dickele, Christine Ehinger und Bärbel Ewert erste Plätze. - In Rheinweiler wurde Hanspeter Horlemann Turnfestsieger. - Die Jedermänner-Mannschaft belegte beim Volleyball-Turnier in Augen den 2. Platz. - Einmal mehr war die Beteiligung am Budenfest Garant für das wirtschaftliche Rückrat der Abteilung, über 100 Helfer sind dafür jedes Jahr notwendig.

1991 sind 230 der 440 Mitglieder Jugendliche, 10 Übungsleiter absolvieren mit 11 Riegen rund 1000 Übungsstunden im Jahr. In der Hauptversammlung trat Oberturnwart Helmut Eichin ins zweite Glied, Nachfolger wurde Hanspeter Horlemann. - In der Jahreshauptversammlung des Markgräfler-Hochrhein-Turngau wurde Siegfried Ehinger zum Gau-Leichtathletikwart gewählt. - In der TSV-Hauptversammlung wurden Margarete Scherr, Friseurmeister Richard Wagner, Hans Grüber, Helmut Eichin, Rainer Bissinger und Walter Homberger mit der Gau-Ehrennadel und Gold-Ehrennadel des TSV ausgezeichnet. - Am 28. April wurde erstmals ein "aktiverleben"-Tag veranstaltet. 88 Teilnehmer absolvierten den Parcour, das Wetter war leider trüb und kühl. Bei den Stadtmeisterschaften am 6. Juli wurde neben dem Leichtathletik-Dreikampf und Geländelauf erstmals ein Wettbewerb im Steinstoßen veranstaltet. - Christine Ehinger, Hanspeter Horlemann und Karsten Wulf wurde Turnfestsieger auf dem Dachsberg. - Eine gymnastische Vielseitigkeits-Revue wurde beim Abschlussturnen in der Sporthalle auf der Staig geboten.

1992 Beim Gau-Alterstreffen und beim Sportfest in Hägelberg wurde Christine Ehinger einmal mehr Siegerin. In Hägelberg konnten auch Michael Eichin und Bärbel Ewert erste Plätze belegen. - Die Volleyball-Gruppe zählt inzwischen 32 Mitglieder, davon sieben Volleyballer und vier Kampfrichter. Die besten Plätze errangen Hanspeter Horlemann als 10., Christine Ehinger als 22., Karsten Wulf als 30., René Ehinger als 38. und Andreas Meier als 46. in bis zu 800 Startern großen Teilnehmerfeldern. Erstmals nahmen die Volleyballer am Landesturnfest teil und 25. unter 56 Mannschaften. - Gleichzeitig mit den Stadtmeisterschaften wurden erstmals in Kandern Gaumeisterschaften im Schleuderball und Steinstoßen durchgeführt. - Helmut Eichin, seit 46 Jahren aktiver Turner und Vereinsfunktionär, wurde aus Anlass seines 60. Geburtstages durch Bürgermeister Klein mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, durch den Gauvorsitzenden Karl-Friedrich Müller mit den Ehrennadeln des Deutschen Turnerbundes ausgezeichnet. Die Turner hatten einen Empfang im Turnerkeller organisiert.

1993 beginnt das 150. Vereinsjahr. Außer der alljährlichen Hauptversammlung sind jährlich rund zehn Sitzungen des Vorstandes und der Übungsleiter notwendig, um den umfangreichen Vereins- und Übungsbetrieb zu organisieren. An den Fachtagungen und Versammlungen auf Gauebene wird rund sechsmal jährlich teilgenommen. Neben Siegfried Ehinger (Gauwart für Leichtathletik) vertritt Abteilungsvorsitzender Heiner Scherer als Beisitzer den TSV im Gauvorstand. Von den 413 Abteilungsmitgliedern sind 202 unter 18 Jahren alt. 14 Übungsleiter und drei Aushilfen betreuen 17 Riegen aller Altersklassen in 28 Wochenübungsstunden. Durchschnittlich nehmen pro Woche 250 Mitglieder am Übungsbetrieb teil. Zwei Drittel davon sind Jugendliche. - An bis zu zehn Sportveranstaltungen pro Jahr auf Gau-, Kreis-, und Landesebene nehmen Aktive und Jugendliche des TSV teil. Eigene sportliche Veranstaltungen sind in diesem Jahr die Stadtmeisterschaften im Leichtathletik-Dreikampf, 5000 Meter-Geländelauf, 800 Meter-Jugendlauf, Grümpelturnier im Steinstoßen, ein Turnwerbetag ("akitverleben"-Tag) und das Abschlussturnen. - Im nicht-sportlichen Bereich fallen jährlich die Beteiligung der "Wolfschlucht-Geister" am Fasnachtsumzug, der gesellige Abend für die Budenfesthelfer, die Götzwanderung am Himmelfahrtstag, monatliche Treffs der Turnerjugend, ein Wanderwochenende der Jedermänner sowie monatliche Kegelabende der Männer- und Frauenturngruppen an. - Rund 120 Helfer sind inzwischen in der "Turnerlaube" beim Budenfest in verschiedenen Einsatzschichten tätig. - Zum 35. Gauturnfest des Markgräfler-Hochrhein-Turngaues in Steinen wurde am Stafettenlauf die Teilstrecke vom Blumenplatz in Kandern bis zur Scheideck übernommen. Gau-Turnfestsieger wurden Christine Ehinger, René Ehinger und Slawa Nikoulitchew sowie die Volleyballmannschaft der Jedermannturner, zweite Plätze belegten Hanspeter Horlemann und Helmut Eichin.

1994 Das Jahr beginnt für die Turnabteilung mit der Neuordnung des Übungsbetriebs. Nach neuem Konzept werden die Kinder und Schüler in Leistungs- und Fördergruppen eingeteilt, teilweise mit zwei Trainingsabenden pro Woche. Die übrigen Kinder werden in so genannten Breitensportgruppen ein Mal pro wöchentlich betreut. Auch wird künftig in gemischten Gruppen trainiert, also nicht mehr getrennt nach Buben und Mädchen. - Außer den Festlichkeiten zum 150-jährigen Vereinsbestehen und der Teilnahme am Deutschen Turnfest in Hamburg wird das Jahr im gewohnten Rhythmus ablaufen. - In der Hauptversammlung am 21. Januar erklärten sich alle zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder zur weiteren Mitarbeit bereit und wurden auch wieder gewählt.

Zum Schluss der Turngeschichte in Kandern soll erwähnt werden, dass die Abteilung Turnen und Leichtathletik im TSV-Kandern mit über 500 aktiven Mitglieder der größte sporttreibende Verein in der Stadt ist und im Markgräfler-Hochrhein-Turngau auf Gauebene einen guten Ruf genießt. Dank vorbildlicher Jugendarbeit und Dank des Engagements einiger Vereinsmitglieder.

Wie viele Übungsleiter, Helferinnen und Helfer für einen solchen Sportbetrieb erforderlich sind, wie viel Arbeit und Zeitaufwand dahinter steckt, was teilweise für Opfer gebracht werden müssen, können nur Kenner ermessen. Und dass dies alles ehrenamtlich geschieht, ist in unserer Zeit sicherlich auch nicht mehr selbstverständlich. Zum intakten Vereinsleben gehören auch der Wille der Bereitschaft der Übungsleiter und Freude an ihrer Arbeit, gegenseitiges Verständnis sowie die Bereitwilligkeit freiwilliger Helferinnen und Helfer bei unseren Veranstaltungen.
An dieser Stelle sei allen dankbar gedacht, die das große Werk der Gemeinsamkeit geschaffen haben und in guten wie in schlechten Zeiten Mittel und Wege fanden, den Verein über 150 Jahre zu erhalten. So hoffen und wünschen wir, dass unsere Kinder und Kindeskinder immer in Frieden und Freiheit in Kandern turnen können, "frisch, fromm, fröhlich, frei" nach dem Jahn"schen Gedanken. Mögen sich immer wieder Männer und Frauen finden, die dem Sport in unserer Stadt eine bleibende Pflegestädte erhalten.

Autoren: Hanspeter Brombacher   Hanspeter Eichin †   Helmut Eichin

Die restlichen Jahre sind noch in Arbeit

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